Heizkörper entlüften

Heizkörper-Eckventil_Danfos_RAVL_(defekt)_P1230384Wenn die Heizung nicht mehr richtig angeht und ungewöhnliche Geräusche von sich gibt, dann ist es höchste Zeit für eine Entlüftung. Dadurch steigern Sie nicht nur die Leistungsfähigkeit der in Ihrem Haus befindlichen Heizung, sondern können auch Heizkosten sparen und es trotzdem wohlig warm in Ihren vier Wänden haben. Besonders in Zeiten von ständig steigenden Energiepreisen kann das am Ende des Jahres schon eine ganze Menge Geld ausmachen, oftmals bis zu 15 Prozent. Am besten sollte jeder Heizkörper regelmäßig, etwa zu Beginn der Heizperiode entlüftet werden. In manchen Fällen ist auch eine häufigere Entlüftung notwendig. Warten Sie nicht, bis gar nichts mehr geht, sondern sorgen sie rechtzeitig vor. So können Sie die Leistung am besten optimieren und so viele Nebenkosten wie möglich sparen. Das Ablassen der Luft aus den Heizkörpern kann mit der richtigen Anleitung übrigens auch von Ihnen selbst durchgeführt werden. Man muss nur wissen wie. Hier erfahren Sie, aus welchen Gründen Luft in die Heizkörper gelangt, woran sie das erkennen können und wie oft Sie ungefähr Ihre Heizung entlüften sollten. Eine detaillierte Anleitung, wie genau Sie eine Entlüftung durchführen müssen und was sie dafür brauchen, finden Sie außerdem hier:

 

 

Wieso muss ich meine Heizung überhaupt entlüften?

HeizkörperJedes Mal, wenn zum Beispiel neues Wasser zugeführt wird, dringt auch Luft mit hinein. Diese Luft nimmt dem Wasser Platz weg. Infolgedessen kann es weniger gut im Heizkörper zirkulieren und nicht mehr genügend Wärme nach außen abgeben. Durch dieses Mischverhältnis entsteht auch das bekannte „Gluckern“, das ein verlässliches Anzeichen ist, dass es mal wieder Zeit ist, überschüssige Luft aus den Heizkörpern abzulassen. Die Leistungsfähigkeit wird extrem eingeschränkt und es muss ungleich mehr Energie zugeführt werden, um die gleiche Raumtemperatur zu erreichen, wie es im Optimalfall möglich wäre. Wenn Sie entlüften, können Sie übrigens nicht nur ordentlich Heizkosten sparen. Gleichzeitig beugen Sie auch zahlreichen Problemen vor, die durch die fehlende Wärme entstehen. Ganz abgesehen davon, dass eine kalte Wohnung ziemlich ungemütlich und nicht gut für die Gesundheit ist, können auch weitere Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Schimmel auftreten. Besonders Holzmöbel reagieren sehr empfindlich auch Kälte und können sich verziehen, sodass sie letztendlich unbrauchbar werden. Wenn es also plötzlich kalt in der Wohnung oder im Haus wird, bedeutet das nicht automatisch, das die Heizung kaputt ist. Bevor Sie einen teuren Techniker kommen lassen, sollten Sie sich erst einmal in Ruhe in Ihrem Haus oder der Wohnung jede Heizung vornehmen. Danach dürfte es keine Probleme mehr mit der Wärme geben. Nur wenn das Ablassen der Luft keinen Erfolg gebracht hat, liegen tatsächlich andere Ursachen vor.

Wann und wie oft sollte entlüftet werden?

EntlüftenWie bereits erwähnt, empfiehlt es sich jedes Jahr nach dem Sommer routinemäßig Luft aus den Leitungen zu lassen. Darüber hinaus sollten Sie diesen Schritt nach jeder Wasserzufuhr vornehmen. Dabei gelangt nämlich nicht nur Flüssigkeit, sondern auch jede Menge Luft in die Heizung. Verschiedene äußere Symptome zeigen Ihnen außerdem an, wann Sie entlüften sollten. Ungewöhnliche Geräusche, wie zum Beispiel ein Gluckern, Klackern oder Klopfen sind nicht nur nervig, sondern deuten auch auf überschüssige Luft im Heizkörper hin. Wenn die Heizung dann nur noch sehr wenig oder gar keine Wärme mehr abgibt, ist ebenfalls eine Entlüftung angesagt. Häufig passiert es auch, dass es nur noch dann warm in der Wohnung wird, wenn man das Thermostat der Heizung auf die höchste Stufe stellt. Auch das ist ein Hinweis auf ein schlechtes Verhältnis zwischen Luft und Wasser. Im Herbst und im Winter wird natürlich viel und deutlich mehr als im Sommer geheizt, sodass es bei manchen Anlagen vorkommen kann, dass die Symptome häufiger auftreten. In diesen Fällen sollten Sie einfach zwischendurch eine Entlüftung vornehmen. So sind Sie auf der sicheren Seite.

 

Muss jede Heizung entlüftet werden?

Heizkörper entlüftenIn der Regel müssen Sie alle Heizkörper in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung regelmäßig entlüften. Bei mehrstöckigen Wohneinheiten empfiehlt es sich in den unteren Wohneinheiten anzufangen, da Luft in einem Heizsystem immer nach oben steigt. Selbst wenn nur eine Heizung die bekannten und angesprochenen Symptome zeigt und nicht mehr richtig warm wird, sollten dennoch alle bei allen Geräten die Luft abgelassen werden. Wenn Sie nur bei einer die Luft ablassen, kann es sein, dass Sie schnell wieder vor dem gleichen Problem stehen. Bei einer Zentralheizung hängen die verschiedenen Heizkörper nämlich aneinander und die Luft verteilt sich nach und nach zwischen ihnen. Es gibt einige neuartige Heizungen, die über eine automatische Entlüftung verfügen. In diesen Fällen müssen Sie die Luft nicht selbst ablassen. Das Gerät erledigt das selber. Sollten diese Modelle trotzdem anfangen zu gluckern, kann es sein, dass die automatische Entlüftung nicht funktioniert. In diesem Fall sollten Sie die Heizkörper manuell entlüften. Die meisten Heizsysteme sind jedoch nicht mit einer solchen automatischen Entlüftungsfunktion versehen. Es muss also selbst Hand angelegt werden. Dafür müssen Sie keinen Techniker kommen lassen. Mit ein paar Handgriffen können Sie das Ganze ganz einfach selbst erledigen und das Ergebnis im Anschluss stolz bestaunen. Die Luft aus der Heizung zu lassen kostet also nichts, führt zu wärmeren Wohnräumen und senkt gleichzeitig die Heizkosten enorm.
Mehr dazu auf Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Heizkörper

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